Europa-Hoch zu BVB-Frust: Das 1:2 Fazit

29.11.2025

Leute, kennt ihr diesen Moment im Laden, wenn du gerade einen riesigen Ansturm bewältigt hast, dich kurz wie der King fühlst – und dann stolperst du im Lager über einen Karton und legst dich voll auf die Nase? Genau so fühlt sich dieses Wochenende an.

Wir müssen reden. Über gestern Abend. Über dieses verflixte 1:2 gegen Dortmund.

Nach der magischen Nacht gegen Manchester City dachte ich wirklich: „Okay, jetzt kann uns keiner was. Wir sind die Könige von Europa.“ Die Euphorie war riesig, mein Trikot quasi noch nass vom Jubelbier unter der Woche. Aber der Bundesliga-Alltag ist wie eine Inventur am Montagmorgen: Gnadenlos, trocken und es interessiert niemanden, was du letzte Woche geleistet hast.

Wenn die Beine „Inventur“ schreien

Das Spiel ging los und eigentlich war es genau das Taktik-Schach, das alle Experten vorhergesagt hatten. Ein Duell auf Augenhöhe, bla bla. Aber ganz ehrlich? Vom Sofa aus sah das anders aus. Man hat gemerkt, dass unsere Jungs Blei in den Socken hatten.

Ich kenne dieses Gefühl aus dem Einzelhandel zu gut: Wenn du in der Woche Überstunden geschoben hast und am Samstag dann trotzdem wieder stehen musst. Du willst ja, der Kopf ist da, aber die Beine senden nur „Error 404 – Energy not found“. Genau so wirkte die Werkself auf mich. Die letzte Konsequenz, dieses aggressive Anlaufen, das uns gegen City noch so stark gemacht hat? Komplett verflogen.

Und dann kam dieser Nackenschlag kurz vor der Pause. Das 0:1 durch Anselmino war pures Gift für die Moral. So ein Tor, das fällt, wenn du eh schon auf dem Zahnfleisch gehst. Das hat gesessen.

Der BVB: Effizient wie ein nerviger Kunde

Man muss es neidlos anerkennen (auch wenn’s mir schwerfällt): Dortmund war gestern einfach „abgezockter“. Die waren wie dieser eine Kunde, der genau weiß, wie er Rabatt kriegt, ohne laut zu werden. Eiskalt.

Als Adeyemi das 0:2 macht, bin ich fast vom Sofa gerutscht. Wir ackern, wir schieben, wir versuchen es – und der BVB nutzt gefühlt seine zweite Chance eiskalt aus. Das ist diese brutale Effizienz, die uns gestern gefehlt hat. Viel Aufwand, null Ertrag. Das hat mich wahnsinnig gemacht. Es fühlte sich an wie Regale einräumen, während jemand hinter dir alles wieder rauswirft.

Kofanes Feuer und das „Was wäre wenn“

Aber – und dafür liebe ich diesen Verein – sie haben sich nicht aufgegeben. In der zweiten Hälfte hat Kasper Hjulmand alles auf eine Karte gesetzt. „Alles oder Nichts“, quasi. Und plötzlich war da wieder Leben in der Bude!

Christian Kofane (was für ein Joker!) hat in der 83. Minute das Ding zum 1:2 reingehauen und plötzlich war mein Puls wieder auf 180. Da war es wieder, dieses Feuer! Die letzten Minuten waren ein einziger Sturmlauf. Ich hab den Fernseher angebrüllt, als ob die mich hören könnten. Aber am Ende hat die Uhr gegen uns gespielt. Es hat einfach nicht mehr gereicht.

Fazit: Mund abputzen, weiter geht’s

Ist die Niederlage ein Weltuntergang? Nein. Es tut weh, klar. Aber den Spielern steckte das unglaublich intensive City-Spiel noch in den Knochen – plus die Reisestrapazen. Das sind Menschen, keine Maschinen aus dem FIFA-Game. Der Tank war gestern einfach leer, das muss man akzeptieren.

Und wisst ihr was? Das Schöne am Fußball ist ja: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Und der Fußballgott hat Humor, denn nächste Woche wartet schon wieder der BVB auf uns. Im Pokal.

Da sind die Karten neu gemischt. Da haben wir frische Beine. Und vor allem: Da haben wir noch eine verdammt große Rechnung offen!

Wie denkt Ihr über das Spiel? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Euer Mike